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Foto: Amelie Ernst Alle Rechte vorbehalten. © radioeins (rbb)

 

 

Märker berichtet über Autohaus Cramer.

MÄRKER berichtet über Autohaus Cramer.

MÄRKER berichtet über Autohaus Cramer.

Deutsches Handwerksblatt berichtet über
das Autohaus Cramer.

Deutsches Handwerksblatt berichtet über
die neue Geschäftsführerin Steffi Cramer.

Familienbetrieb Autohaus Cramer
Interview bei radioeins (rbb).

Am 29.03.2013 sendete radioeins (Rundfunk Berlin-Brandenburg) im Rahmen eines Radioday einen ganzen Tag lang Reportagen und Interviews zum Thema Familienbeziehungen und Eltern-Kind-Verhältnisse. In diesem Rahmen fand ein Interview mit der Inhaberin des Autohauses Steffi Cramer und ihrem Vater Bernd Cramer statt, von dem sie den Betrieb im Januar 2013 übernommen hat.

Den Mitschnitt des Interviews finden Sie hier:

Familiensache

Das Rheinsberger VW-Autohaus hat eine neue Chefin: Steffi Cramer hat den Betrieb von ihrem Vater übernommen.


Von Carsten Schäfer

RHEINSBERG Sie übernimmt den Betrieb. Das war für Steffi Cramer immer klar. „Ich bin die einzige Tochter“, sagt sie. „Sonst hätte die Firma verkauft werden müssen.“ Seit ihrem Abitur hat die 36-Jährige darauf hingearbeitet, hat in Rostock Betriebswirtschaft studiert – und jetzt ist es soweit: Am 1. Januar hat ihr Vater Bernd ihr das VW-Autohaus der Familie in Rheinsberg übergeben. Autohaus Bernd Cramer, Inhaber Steffi Cramer steht jetzt auf den Visitenkarten. Und Bernd Cramer hat versprochen, sich zurückzuziehen. „Ich halte mich raus“, sagt er.

Neu im Unternehmen ist Steffi Cramer allerdings nicht. Sie arbeitet dort schon seit dem Ende ihres Studiums 2001. Angefangen hat sie im Service – und das war nicht immer ganz einfach. „Ich war am Anfang technisch nicht so versiert“, sagt sie. Und ihr Studium sei zwar gut, aber nicht besonders praxisbezogen gewesen. Aber dank der Mitarbeiter lernte sie schnell, sich zurechtzufinden. „Wir haben ein gutes Team“, sagt sie. Schließlich wechselte sie als Assistentin der Geschäftsführung an die Seite ihres Vaters und lernte, wie man ein solches Autohaus führt. Eine spezielle Fortbildung bei VW bereitete sie dann noch auf die Übernahme vor – sie fühlt sich für die Zukunft gerüstet. Große Veränderungen plant sie allerdings nicht. Alle Mitarbeiter bleiben an Bord, natürlich wird kontinuierlich investiert, um auf dem neuesten Stand zu sein. „Es ist erst mal wichtig, weiterzumachen, den Personalstand zu halten und eine gute, kleine Firma zu bleiben.“


Die kleine Firma existiert inzwischen seit 60 Jahren. 1953 eröffnete der Vater von Bernd Cramer seine Werkstatt, zunächst eher für Landmaschinen und Traktoren als für Autos. „Die haben hier noch Wellen gedreht“, erzählt Bernd Cramer. 1963 spezialisierte sich das Unternehmen dann auf den Trabant. Bernd Cramer stieg 1976, nach seinem Maschinenbau-Studium in den Betrieb ein, Vater und Sohn führten ihn bis 1983 gemeinsam. Dann starb der Vater plötzlich, Bernd Cramer machte allein weiter, seine Mutter half im Büro. Und dann kam die Wende. Cramer hatte Glück. Er wollte VW-Händler werden – und VW war auf der Suche nach Partnern in den neuen Ländern. Trabant-Werkstätten waren dabei die erste Adresse, immerhin hatte VW in den letzten Jahren der DDR einen 1,1-Liter-Motor aus dem Polo für den Trabant geliefert. „Wir haben uns aufeinander zu bewegt“, sagt er. Er bekam den Händlervertrag. 1994 wurde das heutige Autohaus gebaut, in den Jahren danach folgten in mehreren Schritten die Werkstattgebäude. Erst 2007 entstand eine neue Nutzfahrzeug-Werkstatt. Der Service ist ein wichtiges Standbein der Firma. „Im Sommer haben wir viele Liegenbleiber “, erzählt Steffi Cramer. Auch ein Autohaus profitiert vom Tourismus in der Region.


Mittlerweile hat zudem ein weiteres Familienmitglied angefangen, im Unternehmen zu arbeiten: Steffi Cramers Mann Jens Schöttle-Cramer. Er war bis 2011 Bankettverkaufsleiter in der Marina Wolfsbruch, kümmerte sich dort um Veranstaltungen. Dann sattelte er um, jetzt verkauft er Autos. Und die nächste Generation wächst auch schon heran: Leonie Sophie Cramer. „Wir hoffen natürlich, dass sie den Betrieb mal übernimmt“, sagt ihre Mutter Steffi und lächelt. Leonie ist fünf.

Alle Rechte vorbehalten. © Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam

Artikel erschienen am 25. Januar 2013 in der Märkischen Allgemeinen

(http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/12459726/61299/Steffi-Cramer-hat-das-Rheinsberger-VW-Autohaus-von.html)